Tischler-Kosten 2026: Stundensätze, Preisbeispiele vom Einbauschrank bis zur Küchenmontage
„Was kostet ein Tischler?" hat zwei ehrliche Antworten: einen Stundensatz — und die wichtigere Erkenntnis, dass gute Tischlerarbeit fast nie nach Stunden verkauft wird, sondern nach Projekt. Wer beide Ebenen versteht, kann Angebote lesen, vergleichen und den Punkt erkennen, an dem Maßarbeit die Möbelhaus-Lösung tatsächlich schlägt. Hier sind die Zahlen für 2026.
Kurz gesagt: Marktüblich sind 50–72 Euro brutto pro Stunde, Spezialisten für Möbeldesign und Innenausbau nehmen bis 85 Euro — in Ballungsräumen wie München, Frankfurt und Hamburg liegen die Preise 15–25 Prozent über dem Schnitt. Als Anker für Projekte: der maßgefertigte Einbauschrank (2×2,5 m) bei 2.000–6.000 Euro, die IKEA-Küchenmontage bei 800–1.800 Euro.
Die Stundensätze 2026 im Überblick
| Rahmen | Stundensatz |
|---|---|
| Übliche Spanne | 45 – 80 € |
| Marktüblich (brutto) | 50 – 72 € |
| Spezialisten (Möbeldesign, Innenausbau) | bis 85 € |
| Seriöse Betriebe (netto kalkuliert) | 60 – 95 € |
| Ballungsräume (München, Frankfurt, Hamburg) | + 15 – 25 % |
Wichtig beim Vergleichen: Im Stundensatz stecken Werkstatt, Maschinen, Gesellen, Versicherung und Anfahrt — nicht nur die Person mit dem Hobel. Der „billige" Satz ohne Werkstatt im Rücken wird beim ersten Projekt teurer, das eine CNC-Säge oder Furnierpresse gebraucht hätte. Die gute Nachricht für Planer: Nach den Turbulenzen der Vorjahre haben sich die Holzpreise eingependelt — 2026 sind stabile Preise die Erwartung.
Preisbeispiele, die die Kalkulation erden
- Maßgefertigter Einbauschrank (2×2,5 m): 2.000–6.000 € — die Spanne erklären Material (Dekorplatte vs. Massivholz), Innenaufteilung und Oberfläche. Warum gerade Schränke die Paradedisziplin der Maßarbeit sind, zeigt unser Ratgeber Einbauschrank und Ankleide — unter Dachschrägen konkurrenzlos.
- IKEA-Küchenmontage: 800–1.800 € — je nach Größe und Komplexität. Klingt viel für Möbel „zum Selberbauen", relativiert sich aber an der Präzision, die Arbeitsplattenzuschnitt und Gerätepassung verlangen.
- Kleinere Arbeiten (Tür einpassen, Reparaturen, Regalböden): hier regiert der Stundensatz plus Anfahrt — und die Faustregel, Kleinaufträge zu bündeln, weil die Anfahrt einmal statt dreimal anfällt.
Wann sich der Tischler rechnet — und wann nicht
- Maßarbeit schlägt Möbelhaus, wo Standardmaße scheitern: Nischen, Dachschrägen, Altbauecken — der Vergleichsmaßstab ist dann nicht das Billigregal, sondern die Premiumlinie des Möbelhauses, und da ist Maßarbeit oft näher, als man denkt. Die ganze Abwägung: Möbel nach Maß — wann sich der Tischler lohnt.
- Bei Innentüren entscheidet der Anspruch: Baumarkt-Standard funktioniert, hat aber Grenzen — die ehrliche Entscheidungshilfe sortiert die Fälle.
- Materialwahl steuert den Preis stärker als der Stundensatz: Massivholz, Furnier oder Dekor können beim selben Schrank den Endpreis verdoppeln — das Angebot sollte die Materialebene deshalb explizit ausweisen.
Angebots-Check: Ein seriöses Tischler-Angebot nennt Material samt Qualität, Oberflächenbehandlung, Montage und Anfahrt als eigene Positionen — und einen Festpreis fürs Projekt statt offener Stunden. Bei Stundenprojekten gehören Satz, geschätzter Umfang und die Regelung für Mehraufwand schriftlich fixiert. Ein Betrieb, der erst aufmisst und dann anbietet, ist der Normalfall — einer, der ohne Aufmaß Festpreise verspricht, der Warnfall.
Fazit
Rechnen Sie 2026 mit 50–85 Euro pro Stunde und lassen Sie sich Projekte als Festpreis anbieten — geerdet an den Ankern: 2.000–6.000 Euro für den Einbauschrank nach Maß, 800–1.800 Euro für die Küchenmontage. Der Mehrpreis gegenüber der Stange kauft Passgenauigkeit, Material nach Wahl und Jahrzehnte Haltbarkeit. Geprüfte Tischler und Schreiner in Ihrer Region finden Sie hier.
Häufige Fragen
Marktüblich sind 2026 zwischen 50 und 72 Euro brutto pro Stunde, Spezialisten für Möbeldesign und Innenausbau nehmen bis 85 Euro. In Ballungsräumen wie München, Frankfurt oder Hamburg liegen die Sätze 15 bis 25 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
Ein maßgefertigter Einbauschrank von etwa 2×2,5 Metern kostet 2.000 bis 6.000 Euro — die Spanne erklären Material (Dekorplatte bis Massivholz), Innenaufteilung und Oberfläche. Unter Dachschrägen und in Nischen ist die Maßarbeit gegenüber Möbelhaus-Lösungen oft konkurrenzlos.
Die professionelle Montage einer IKEA-Küche kostet je nach Größe und Komplexität 800 bis 1.800 Euro — inklusive der Präzisionsarbeiten wie Arbeitsplattenzuschnitt und Gerätepassung, an denen Selbstmontagen am häufigsten scheitern.
An getrennten Positionen für Material samt Qualitätsangabe, Oberfläche, Montage und Anfahrt — und an einem Festpreis nach Aufmaß statt offener Stunden. Bei Stundenprojekten sollten Satz, geschätzter Umfang und die Mehraufwands-Regelung schriftlich fixiert sein.



